Seit gestern Morgen bin ich nun wieder in Deutschland – in den vergangenen 24 Stunden habe ich versucht, die geschehenen Momente zu realisieren, zu verarbeiten und teilweise auch zu verstehen. Es fällt mir wirklich sehr schwer, das Alles bereits in Worte zu fassen, aber ich werde es versuchen 😉 Hinter mir liegen 12 Tage in Namibia! Wahnsinn – Ein Traum!

Vor Beginn der Reise konnte ich mir nicht im Entferntesten ausmalen, was diese 12-tägige Tour durch Namibia zu bedeuten hat. Ich stellte mir ein karges Wüstenland vor, durch das wir von A nach B fahren würden. Von A nach B fuhren wir wirklich, aber diese wandelbaren Landschaften, den Spirit, die Menschen, die Tiere und diese Gravelroads (für mich waren diese Straßen ein absolutes Highlight, auch wenn ich sie zwischendurch verflucht habe) hätte ich mir nicht im Traum vorstellen können. Zudem kam unsere Gruppe, die von den Personen her nicht unterschiedlicher hätte sein können, was aber gerade den Reiz und auch die gute Stimmung ausgemacht hat. Auch ein solches Motorrad (BMW R 1250 GS) in diesem Gelände zu bewegen war für mich Neuland… Es war einfach alles neu und spannend!!

Nach den 12 Tagen kann ich euch nun sagen, dass die Reise für mich ein absolutes Highlight war, welche ich sicherlich nie in meinem Leben vergessen werde. Ob es die Kalahari Wüste mit ihrem roten Sand war, die wir an den ersten Tagen durchquerten, die bergige Landschaft im Süden, rund um den Fishriver-Canyon, die traumhaft schöne Region am Orange-River, die Namib Wüste, mit den höchsten Dünen der Welt, dem Sossusvlei und dem Deadvlei oder die Steppe rund um den Etosha National Park, es war einfach alles unvergleichlich schön! Jede dieser Landschaften erzählt ihre eigene Geschichte und spricht ihre eigene Sprache, ob es durch die Menschen ist die dort leben, die Tiere oder die Vegetation. Nahezu alle diese Abschnitte bestehen aus unberührter Natur und das sieht man auch. Wenn man sich einige Momente Zeit nimmt und einfach ruhig verweilt, genießt man eine Ruhe in Mitten der Natur, welche die Wenigsten von uns kennen. In Zeiten der ganzen Hektik in unserem Leben sind es solche Momente, die man zu schätzen lernt. Mir persönlich ist das auch erst mit Abschluss dieser Reise bewusst geworden!

Auf dem Weg durch Namibia trifft man auch auf kleine Orte (selten, aber es gibt sie), die den Namen Ort eigentlich nicht verdient haben. Es sind einige kleine Hütten in Mitten von Nichts. Zumeist gibt es dort nur einen Wasserhahn mit fließendem Wasser. Was es dort aber gibt, ist so unglaublich viel Lebensfreude und eine Freundlichkeit, die ich persönlich unter diesen Umständen für unmöglich gehalten hätte. Genau diese Freundlichkeit und Lebensfreude zeichnen die Menschen in Namibia aus. Mir kommt hier direkt der Ort „Uhlenhorst“ in den Sinn, den wir am ersten Tag durchquert haben. Als wir dort Halt machten, kamen 20 – 30 Kinder (wo auch immer die Kinder herkamen) auf uns zugestürmt und haben sich sehr gefreut uns zu sehen. Es war auch nicht so, dass die Kinder gebettelt hätten, oder ähnliches, sie waren einfach froh uns zu sehen, haben es genossen mit uns Fotos zu machen und sich mit uns zu unterhalten (sofern es möglich war). Diese Zeit werde ich niemals vergessen. Im Nachhinein war das mein persönliches Highlight dieser Reise!

Die Tierwelt ist nicht minder beeindruckend! Wo man auch ist, dort ist Leben, auch wenn man es auf Anhieb vielleicht nicht wahrnimmt. Ob es die großen Tiere wie Oryx, Springböcke, Kudu, Elefanten, Giraffen, Großkatzen, Warzenschweine, Affen und Zebras sind oder auch die kleineren Lebewesen wie Termiten, Ameisen oder Ähnliches sind, überall ist Leben und jedes dieser Tiere erfüllt dort seinen Zweck. Nur dadurch, dass diese Tiere dort leben kann die Natur auch so sein wie sie ist. In diesem Zusammenhang muss man leider auch die Wilderei, welche leider ein großes Problem ist, ansprechen… Durch diese werden leider viele Tierarten bedroht und somit auch die Vegetation – einfach die gesamte Natur!! Leider machen sich diese Leute darüber keine Gedanken, da nur das schnelle Geld gesehen wird. Das sich dadurch auf kurz oder lang die eigene Lebensgrundlage genommen wird, will wohl niemand wahrhaben…

Was die Reise so speziell für uns machte, war zuletzt auch, dass wir mit dem Motorrad gefahren sind. Mir ist bewusst, dass das sicherlich nichts für jeden ist, aber es ist einfach ein viel näheres Miteinander mit der Natur, den Tieren und den Menschen. Man verspürt einfach eine unglaubliche Freiheit, wenn man durch dieses Land fährt. Natürlich muss man auf diesen Gravelroads zu jeder Sekunde wissen was man tut, sonst liegt man leider auch mal auf der Nase, aber wenn man sich an die Straßen gewöhnt hat und das Motorrad im Griff hat, dann bekommt man das Grinsen wirklich nicht mehr aus dem Gesicht! Diese Reise hat mich gerade durch diese Straßen auch zu einem deutlich besseren Motorradfahrer gemacht. Den Leuten, die gerne Motorrad fahren, kann ich diese Reise wirklich ans Herz legen! Ihr werdet selten auf dem Motorrad so viel Spaß haben wie in Namibia. Natürlich müsst ihr auch das ein oder andere Mal ein wenig leidensfähig sein, wenn jemand vor euch fährt und ihr den Staub abbekommt, aber um ehrlich zu sein, macht das auch den Reiz aus!! Wenn man es möchte, bekommt man auch jeden Abend ein Kontrastprogramm. Wir konnten uns abends in wunderschönen Lodges oder Hotels wiederfinden, in denen es sehr leckeres Essen gab und man sich erholen konnte. Und hier kann man in der Regel auch seine Eindrücke per Internet mit Freunden oder Verwandten teilen.

Alles in Allem bleibt mir nur zu sagen, dass ich sehr hoffe schnellstmöglich wieder eine vergleichbare Reise zu machen. Alles was ich dort gesehen habe und erfahren habe, wird mich sicherlich noch eine sehr lange Zeit beschäftigen und mir in hektischen und vielleicht nicht so schönen Zeiten ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Solche Eindrücke und Erlebnisse, die euch ebenfalls in unschönen Zeiten ein Grinsen ins Gesicht zaubern, wünsche ich jedem Einzelnen von Euch! Genießt euer Leben und habt Spaß dabei. Das könnt ihr auf dem Motorrad durch Namibia definitiv lernen 😊

Zum Schluss möchte ich bei den Menschen und Unternehmen bedanken, die diese Reise überhaupt möglich gemacht haben und diese zu einem unglaublichen Abenteuer für mich gemacht haben.

Vielen Dank an meinen Arbeitgeber, die Wunderlich GmbH, die mich ausgewählt hat, diese Reise zu begleiten. Vielen Dank an mein gesamtes Team aus dem Marketing (Arno, Susi, Micha, Moritz, Ariane, Denise), die mich jeden Tag unterstützt haben! Es macht wirklich Spaß mit euch!

Vielen Dank an AfrikaSCOUT (Sabine, Cordi & Kathi) die diese Reise perfekt geplant und durchgeführt haben! Ihr habt wirklich einen super Job gemacht und seid zu 100% zu empfehlen. Wenn das Projekt auch eher durch Zufall zu Stande gekommen ist, bin ich mir doch sicher, dass es sich gelohnt hat!

Vielen Dank Gavin Green! Du warst der Ruhepol unserer Gruppe, du hast uns als Guide nichts aufgezwungen, sondern hast uns unser Ding machen lassen. Dazu hast du dich perfekt in die Gruppe integriert. Es war mir wirklich eine große Freude und auch Ehre zusammen mit dir diese Tour gemacht zu haben.

Vielen Dank Stadler! Auf der Motorradmesse in Dortmund kam die Firma Stadler auf mich zu und sagte mir, dass sie mir gerne einen Anzug für diese Reise stellen würden. Der Anzug wurde sogar auf Maß gefertigt. Kurz vor der Reise kam er noch an. Ich liebe diesen Anzug!! Dieses Textil ist einfach sehr bequem, sicher und super schön! Vielen, vielen Dank, dass ihr für meine Sicherheit gesorgt habt!

Vielen Dank an Scott Sports, die mich mit einem kompletten Satz Enduro-Klamotten ausgestattet haben. Alle Sachen (Stiefel, Hose, Protektoren, Handschuhe, Helm & Brille) haben sich im Gelände definitiv ausgezahlt, waren zudem sehr angenehm zu tragen und sahen super aus!

Vielen Dank an Sascha Bartel (SashMedia), der unsere Tour als Fotograf begleitet hat. Sascha kam kurzfristig zu diesem Projekt hinzu, weshalb ich mir auf der Reise mit ihm die Zimmer teilte. Wir sind seit geraumer Zeit gute Freunde und arbeiten auch sehr gut zusammen. Für solch einen Trip könnte ich mir keinen besseren Fotografen als Sascha vorstellen. Dieser Kerl hat einfach ein Auge für das gewisse Etwas. Vielen Dank auch für deine Hilfe mit meinen Kameras, deinem Ehrgeiz immer das perfekte Foto schießen zu wollen und deine Art, die unsere Gruppe bereichert hat!

Vielen Dank auch an unsere beiden Herren von BMW – Reiner und Zimpi! Ihr Beiden seid wirklich der Wahnsinn! Vor der Tour hätte ich mir nie vorstellen können, dass wir uns so gut verstehen und dass aus einer Truppe wie uns Freunde werden können, aber genau das ist passiert! Mit euren Ratschlägen, eurer lockeren Art und guten Stimmung, habt ihr die Reise für uns zu dem gemacht, was sie war – ein tolles Gruppen-Abenteuer! Ich hoffe wir sehen uns bald wieder!

Ich hoffe, euch hat mein Blog gefallen und ihr werdet unsere Story weiterhin verfolgen, z.B. beim GS-Tag am 22. Juni 2019 bei der Wunderlich GmbH in Sinzig. Dort werden wir euch noch weitere Einblicke der Reise zeigen und natürlich auch erzählen. Gerne könnt ihr euch auch bei mir melden, wenn euch etwas nicht gefallen hat, oder wenn ich etwas besser machen kann. Jedenfalls war es mir eine Freude meine Reise mit euch zu teilen!! Euer Sven